Hier betreten wir eine geschützte Welt, reich an Aufsehen erregenden Landschaften, Königreich einer unberührten Natur und Lebensraum der Flora der Pyrenäen sowie der über siebzig Tierarten.
Hier tummeln sich die Murmeltiere. Von den Gämsen, die in den 50er Jahren vom Aussterben bedroht waren, turnen heute 5000 Tiere auf den steilen Hängen. Auch die letzten französischen Bären haben hier Zuflucht gefunden.
Neben den Norden Spaniens bilden die Pyrenäen auch den einzigen Lebensraum für ein ganz ungewöhnliches Tier : den Bisamrüssler. Er hat den Körper eines Maulwurfs mit einer langen Schnauze und Schwimmfüßen. Er lebt in der Nähe der Sturzbäche bis in eine Höhe von 2200 Meter und ernährt sich von Insektenlarven und kleinen Krebsen.
Im Nationalpark der Pyrenäen wird dem Erhalt der Flora natürlich die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt.
Das breitblättrige Schaumkraut wächst in den Buchen- und Tannenwäldern der montanen Stufe (900 bis 1800 Meter), dann folgen das Spitzahorn in trauter Harmonie mit der prächtigen tieflilafarbenen Iris der Pyrenäen, wiederum gefolgt von den Heiden mit Alpenrosen (1800 bis 2400 Meter). In den alpinen und nivalen Stufen wird das Leben für die Pflanzen sehr beschwerlich und nur wenige Zwergweiden, Flechten und Algen überleben hier.