Sie möchten hoch hinaus? Dann auf in die Pyrenäen und das dem Gebirge vorgelagerte Béarn.

Le cirque Lescun

Le cirque Lescun © P. GAILLARD CDT64

Das Gebirge der vier Jahreszeiten

Im Laufe der Jahreszeiten präsentieren die Pyrenäen alle Facetten der Erholung und eine ganze Palette damit verbundener Aktivitäten.

Von November bis April liegen die Pyrenäen mit ihren Skistationen und den Bereichen für nordische Sportarten, die ihr Equipment laufend zur großen Freude aller Winterurlauber modernisieren, unter einer weißen Schneeschicht.

Vom Frühjahr bis zum Herbst wechseln die Pyrenäen stetig ihr Farbenkleid, von den Hochalmen bis zu den steinigen Plateaus hüllen sich die Landschaften in Grün, Gelb, Ocker und Grau. Die Flora und Fauna hier stehen unter Schutz – und nicht nur im Nationalpark der Pyrenäen, einem Paradies für Wanderungen, ob im gemütlichen oder sportlichen Tempo.

Blau ist die Farbe der Seen und Gebirgsflüsse, die bei Anglern und Wildwassersportlern beliebt sind. Blau ist auch der Himmel über den Gleitschirmfliegern oder Drachenfliegern. Und all das nur 30 Stunden von Bordeaux oder Toulouse und zirka 60 Kilometer von Bahnhof und Flughafen in Pau entfernt.

Pyrénées

Transhumance des Brebis en Pyrénées © JM DECOMPTE

Frühling

Oben auf dem Berg auf den Abgrund zurennen, ihn immer schneller auf sich zukommen sehen und sich dann einfach in die Luft schwingen!

Wenn einem dieser Moment auch den Atem stocken lässt, so lässt man die angehaltene Luft doch schnell wieder raus beim Rufen eines befreienden „WOW!“ voller Erstaunen, Verzückung und Bewunderung.

Sie haben soeben Ihre Lufttaufe mit einem Gleitschirm oder Drachenflieger hinter sich gebracht. Von dort oben aus können Sie nun die Herden und Schäfer beobachten, die sich vor dem Sommer auf die Almen aufmachen – oder im Herbst wieder von dort runterwandern. Der Almauf- und abtrieb gibt immer wieder Anlass zu schönen Feiern. Ebenso die ersten reifen Kirschen aus Itxassou im Baskenland… Außerdem gibt es noch viele andere Gründe für Feiern, die ein fester Bestandteil des regionalen Erbes sind. Vergessen Sie auch nicht die Städte im Béarn des Gaves (Gaves heißen übrigens die Gebirgsbäche), das Fort von Portalet, das sich eng an den Felsen schmiegt, die Stadt und das Schloss von Heinrich IV. und schließlich alles, was irgendwie mit dem Jakobsweg zusammenhängt.

Das Gebirge ist natürlich ein Paradies für Wanderer: Fernwanderweg GR10, Wanderweg „Weg der Reife“, Seen in Ayous, der Talkessel von Lescun und noch zig andere Möglichkeiten. Huch, ist das etwa ein Bartgeier, der da über uns hinwegfliegt?!!?
* der Bartgeier steht unter Schutz

Le Lac Ayous

Le Lac Ayous © P.Gaillard CDT64

Sommer

Und wieder steht das Wandern auf dem Programm! Man geht es aber vielleicht etwas gemütlicher an, denn man hat ja unterwegs in diesen geschützten Naturräumen so vieles zu entdecken, und dann noch diese herrlichen, sich stetig wechselnden Panoramen, der Pic du Midi d’Ossau…

Atem Sie tief ein. Setzen Sie sich an das Ufer eines Sees und probieren Sie den Ziegenkäse, den Sie morgens frisch bei dem Bauern gekauft haben, wo Sie für die Nacht eingekehrt waren. Ein Blick auf Ihre mobile App verrät Ihnen die Namen der umliegenden Gipfel, einfach genial! Genau wie die App, die Ihnen mehrere Wanderstrecken mit Orten von Interesse vorgeschlagen hat, die Sie nicht verpassen sollten.

Die Pyrenäen sind einfach in, das muss mal gesagt sein!

Das wissen auch die Veranstalter der zahlreichen Kulturfestivals, die hier organisiert werden. Auch für den Adrenalinkick wird was geboten: Via Ferrata, Moutainbike, Canyoning und Wildwasserstadion in Pau, wo Sie im Fahrwasser der lokalen Champions trainieren können – Fabien Lefevre, Patrice und Tony Estanguet, Marianne Agulon… Atmen Sie langsam wieder aus. Was halten Sie davon, die größte, für Besucher geöffnete unterirdische Höhle der Welt zu besuchen? Verna heißt sie. Und auch die Grotten in Sare, Isturitz-Oxocelhaya und Lestelle-Bétharram verdienen Ihren Besuch.

Vallée des Aldudes (64).

Paysage de Navarre © L.REITZ CRTA

Herbst

Beim Blick auf die herbstlichen Wälder, die in die schillerndsten Rottöne getaucht sind, denken wir natürlich an Pyrene, eine Prinzessin der griechischen Mythologie mit flammenrotem Haar, die der Legende nach den Pyrenäen ihren Namen gegeben hat.

Um den Anblick der in die Herbstfarben getauchten Pyrenäen richtig zu genießen, steigen Sie in 2.000 Metern Höhe in den Touristenzug von Artouste, den höchsten in ganz Europa!

Ebenso können Sie auch die Passstraße einschlagen, warum nicht sogar mit dem Fahrrad, wenn Sie sich fit genug fühlen und die Temperaturen noch recht mild sind.

Wenn es sich draußen schon abgekühlt hat, bevorzugen Sie vielleicht die Besichtigungen im Warmen: Museum der Schönen Künste und Schloss in Pau, Zigarrenfabrik in Navarrenx (eins der „schönsten Dörfer Frankreichs“), Museum der Baskenmütze in der Bastide Nay… Der Herbst läutet auch die Feste im Jurançon ein, dem Anbaugebiet für nuancenreichen süßen oder trockenen Weißwein, dessen Trauben bis zu den ersten Frosttagen geerntet werden.

Die passionierten Winzer an der Weinstraße des Jurançon organisieren das ganze Jahr über Ausstellungen, Konzerte und empfangen die Besucher mit offenen Armen!

Randonnée en raquettes

Randonnée en raquettes © OT de la Vallée d’Aspe

Winter

Ah, das Tal von Iraty hat sich in seinen Schneemantel gehüllt!

Der See an der Skistation von Artouste ist zugefroren und vom Pyrenäenboulevard in Pau aus genießt man einen herrlichen Blick auf die verschneiten Gipfel.

Der Winter ist da, die Zeit, in der man gerne eine heiße und deftige Garbure isst – ein typischer Eintopf aus dem Béarn mit weißen Bohnen, Gemüse und meistens auch ein bisschen Entenconfit. Jetzt finden auch die Tage der offenen Tür des Weins aus dem Jurançon statt.

Man muss schließlich Kraft tanken, um die Schneeschuhwanderungen, die Bereiche für nordische Sportarten (Somport, Issarbe, Iraty), die Skipisten und Freeride-Anlage richtig auskosten zu können. Natürlich gibt es auch ein Ski-Angebot für Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit, man kann eine Schneeraupe steuern, sich von Schlittenhunden ziehen lassen, eine Nacht in einem Iglo mit nordischem Bad verbringen… Zum Aufwärmen geht es hinterher zu einer Verwöhnbehandlung in eines der Thermalbäder.

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